Basel to Reykjavik: unvergessliche Nordlandreise ab der Schweiz starten

Basel to Reykjavik: unvergessliche Nordlandreise ab der Schweiz starten

Von Basel nach Reykjavik: Der perfekte Einstieg in ein nordisches Abenteuer

Island – die Insel aus Feuer und Eis, Trolle und Geysire, Mitternachtssonne und Nordlichter. Wer träumt nicht davon, dieses wilde und mystische Land zu erkunden? Von der Schweiz aus scheint Island auf den ersten Blick weit entfernt, doch mit dem richtigen Plan wird die Reise ab Basel nicht nur effizient, sondern auch zum Teil des Abenteuers selbst. In diesem Artikel erfährst du, wie du deine Traumreise von Basel nach Reykjavik clever planst, was du unterwegs erleben kannst und welche Highlights dich in Island erwarten.

Der Start in Basel – mehr als nur ein Flughafen

Der Flughafen Basel-Mulhouse-Freiburg ist ein Paradebeispiel für Effizienz. Klein, übersichtlich und mit direkter Anbindung an die Schweizer, französische und deutsche Infrastruktur. Von hier aus bieten zahlreiche Airlines, darunter EasyJet und Icelandair (je nach Saison), Direkt- oder Umsteigeverbindungen nach Reykjavik (Keflavík) an. Wer flexibel reist, findet oft günstige Angebote – besonders in den Übergangsjahreszeiten Frühling und Herbst.

Tipp: Früh starten lohnt sich! Die meisten Flüge gehen am Vormittag oder am frühen Nachmittag. Plane unbedingt Pufferzeit ein, denn auf Reisen ist Unvorhergesehenes Teil des Erlebnisses.

Zwischenlandung mit Mehrwert – Stopover clever nutzen

Sollte kein Direktflug verfügbar sein, bieten sich spannende Optionen für Zwischenstopps an. Besonders Kopenhagen, Amsterdam oder Frankfurt sind beliebte Drehkreuze auf dem Weg nach Island. Anstatt diese nur als Transitpunkte zu sehen, kann man einen Tag Zwischenaufenthalt einlegen – „Stopover“ genannt – und so gleich zwei europäische Highlights in einer Reise kombinieren.

Ein Beispiel: Ein kurzer Abendspaziergang durch das historische Zentrum von Amsterdam auf dem Weg nach Reykjavik? Warum nicht. Wer gerne plant, kann aus dem simplen Flugtransfer ein kleines städtisches Abenteuer machen.

Ankunft in Reykjavik – erste Eindrücke der isländischen Hauptstadt

Der internationale Flughafen Keflavík liegt ca. 50 Kilometer südwestlich von Reykjavik. Von dort aus erreicht man die Hauptstadt in etwa 45 Minuten mit dem Flybus oder Mietwagen. Und sobald man den Flughafen verlässt, ist es sofort spürbar: die klare, salzige Luft, das raue Klima, die Weite der Landschaft.

Reykjavik selbst ist charmant und überschaubar. Mit etwa 130’000 Einwohnern wirkt sie eher wie eine lebendige Kleinstadt als eine Hauptstadt. Bunte Häuser, moderne Architektur und ein kreativer Puls prägen das Stadtbild.

Die Qual der Wahl – klassische Routen und persönliche Favoriten

Island lässt sich auf verschiedene Weise entdecken, je nach Jahreszeit, Reisezeit und persönlichem Interesse. Drei Varianten gehören zu den beliebtesten unter Reisenden:

  • Die Ringstraße (Route 1): Diese 1’332 km lange Straße umrundet die ganze Insel – perfekt für eine zweiwöchige Rundreise. Ideal für Erstbesucher, denn sie deckt viele Highlights ab: Gletscher, Wasserfälle, heiße Quellen, Vulkane.
  • Der Süden – kompakte Highlights: Wer weniger Zeit hat (5–7 Tage), kann sich auf den Süden konzentrieren: Der Golden Circle, die Wasserfälle Skógafoss und Seljalandsfoss, das schwarze Sandstrand-Dorf Vík und der Gletschersee Jökulsárlón – alles leicht erreichbar.
  • Der Westen und Westfjorde – der unbekanntere Norden: Wild, abgeschieden, weniger besucht. Wer Island abseits der ausgetretenen Pfade erleben will, findet hier Authentizität, Ruhe und dramatische Küstenlandschaften.

Mein persönlicher Favorit? Die Westfjorde Ende Mai, wenn der Schnee auf den Berggipfeln schmilzt und die Sommerfarben langsam zurückkehren. Wenig Tourismus, viel Charakter.

Praktische Tipps zur Reiseorganisation

Island ist kein Billigreiseziel. Dennoch lässt sich mit etwas Planung so manches Budget-Desaster vermeiden. Hier einige Tipps aus eigener Erfahrung:

  • Mietwagen versus Camper: Mietwagen bieten mehr Komfort, vor allem bei wechselhaftem Wetter. Camper jedoch ermöglichen Flexibilität und sparen Unterkunftskosten. Beachte: Island erlaubt das Campen nur auf offiziellen Plätzen.
  • Reisezeit: Zwischen Juni und August ist Hochsaison – lange Tage, milderes Wetter, aber viele Touristen. Der Mai und der September sind ideal für Ruhesuchende mit stabilerem Wetter und besserer Verfügbarkeit.
  • Apps & Karten: “Veður” für Wetterberichte, “Aurora” für Nordlicht-Vorhersagen, “112 Iceland” für Notfälle – diese Apps sollten auf keinem Handy fehlen.

Isländische Highlights, die du nicht verpassen solltest

Natürlich ist jeder Reiseschritt eine Entdeckung. Doch einige Highlights sollte man wirklich nicht auslassen – hier eine Auswahl, die sich bei jeder Nordlandreise bewährt:

  • Þingvellir Nationalpark: UNESCO-Welterbe und geologisch faszinierend – hier driftet die eurasische und nordamerikanische Kontinentalplatte auseinander.
  • Der Geysir Strokkur: Spuckt alle paar Minuten kochendheißes Wasser in die Luft. Naturgewalt zum Anfassen.
  • Der Vulkan Fagradalsfjall: Seit 2021 gelegentlich aktiv – spektakuläre Lavafelder, die von jüngster Entstehung zeugen.
  • Myvatn-Region: Blubbernde Schlammtöpfe, Lavalabyrinthe, Pseudokrater – ein surreales Erlebnis im Norden.

Und wer sich fragt, ob sich ein Abstecher zur berühmten Blauen Lagune lohnt: Ja, aber nicht unbedingt nach einem 4-Stunden-Flug direkt vom Flughafen. Plane den Besuch besser am Ende der Reise – Entspannung garantiert.

Natur erleben – zu Fuß, mit der Kamera, mit allen Sinnen

Island ist kein Land, das man nur durch die Autoscheibe betrachten sollte. Die wahre Magie zeigt sich beim Wandern, Fotografieren oder einfach beim Verweilen.

  • Wandern: Der Laugavegur-Trail zählt zu den berühmtesten Weitwanderwegen Europas – 55 km durch bunte Berge, dampfende Täler und Lavafelder. Im Sommer markiert und mit Hütten ausgestattet.
  • Outdoor-Fotografie: Frühaufsteher profitieren: weiches Licht, ruhige Szenerien und dramatische Kontraste lassen Erinnerungen entstehen, die im Kopf bleiben – und auf der Speicherkarte.
  • Tierbeobachtung: Papageientaucher, Rentiere, Wale. Wer Geduld und ein Fernglas mitbringt, wird fast immer belohnt.

Fun Fact am Rande: Island hat mehr Schafe als Einwohner. Und ja, manchmal denken sie, sie hätten Vorfahrt auf der Straße.

Kultur und Kulinarik – Island ist mehr als Landschaft

Die isländische Kultur lebt von Geschichten, Musik und kulinarischer Kreativität:

  • Literatur: Island hat weltweit die höchste Dichte an Autoren. Eine alte Erzählkultur, die mit den Eddas beginnt und in heutigen Krimis weiterlebt.
  • Musik: Vom international bekannten Björk-Sound bis zu lokalen Indie-Bands – Reykjavik hat eine pulsierende Musikszene.
  • Küche: Frischer Fisch, Lamm, Skyr und kreative neue nordische Küche – das kulinarische Angebot überrascht. Wer mutig ist, probiert fermentierten Hai. Muss man aber nicht.

Tipp für Erinnerungen zum Mitnehmen: Island hat eine wachsende Designszene. Kleine Shops bieten Handwerk, Kleidung und Illustrationen mit hohem Wiedererkennungswert.

Zurück nach Basel – das Abenteuer im Gepäck

Ob du Island für zehn Tage oder drei Wochen entdeckst – du kommst verändert zurück. Die Weite, die Naturkräfte, das Spiel aus Licht und Stille bleiben. Zurück in Basel erscheint der Alltag zunächst ungewohnt – aber genau darin besteht der Wert des Reisens: den Horizont zu weiten, im Inneren wie im Äußeren.

Also: Wann gehst du?