Best sightseeing in Switzerland: die eindrucksvollsten Orte für unvergessliche Fotos

Best sightseeing in Switzerland: die eindrucksvollsten Orte für unvergessliche Fotos

Die Schweiz ist bekannt für ihre imposante Bergwelt, kristallklaren Seen und perfekt erhaltenen Altstädte – ein wahres Paradies für Fotografieliebhaber. Wer auf der Suche nach spektakulären Motiven ist, wird hier mehr als fündig. Ob du mit der Kamera auf Abenteuerreise gehst oder einfach nur auf der Suche nach einem besonderen Schnappschuss für dein nächstes Poster bist – dieser Beitrag gibt dir einen Überblick über die eindrucksvollsten Orte der Schweiz für unvergessliche Fotos.

Das Matterhorn – das ikonischste Fotomotiv der Schweiz

Kaum ein Berg ist weltweit so bekannt wie das Matterhorn bei Zermatt. Mit seinen markanten Konturen und der beinahe symmetrischen Form zählt es zu den beliebtesten Fotomotiven Europas. Die beste Perspektive bietet sich frühmorgens vom Riffelsee aus, wenn sich das Matterhorn im ruhigen Wasser spiegelt – vorausgesetzt, du hast das Glück auf windstille Bedingungen zu treffen.

Wer etwas aktiver unterwegs ist, erreicht den See über einen einfachen Wanderweg ab der Bahnstation Rotenboden. Und falls du dich fragst, ob das wirklich « die Mühe wert ist »: Ja, absolut – besonders im goldenen Morgenlicht, wenn der Berg in warmem Glühen erstrahlt.

Lauterbrunnental – dramatische Wasserfälle in alpiner Kulisse

Mit seinen steilen Felswänden und 72 Wasserfällen wirkt das Lauterbrunnental wie ein Tal direkt aus einem Fantasy-Film. Besonders eindrucksvoll ist der Staubbachfall, der sich fast 300 Meter in die Tiefe stürzt und im Gegenlicht zu feinem Nebel zersprüht.

Ein kleines Highlight liegt etwas versteckt: Der Trümmelbachfälle-Komplex ist innerhalb des Berges zugänglich und kann auf gut gesicherten Wegen besichtigt werden – perfekt für Langzeitbelichtungen und kreative Perspektiven. Ein Stativ ist hier übrigens Gold wert, auch wenn du es wegen der engen Wege clever einsetzen musst.

Der Vierwaldstättersee – Spiel mit Licht und Spiegelungen

Kein anderer See in der Schweiz bietet so abwechslungsreiche Perspektiven wie der Vierwaldstättersee. Eingebettet in ein Panorama aus Bergen und Städten wie Luzern, ergibt sich hier ein spannender Mix aus urbanem Leben und Naturidylle.

Ein Geheimtipp für Fotografen ist die Hammetschwand-Lift-Aussichtsplattform auf dem Bürgenstock. Der Ausblick auf den See bei Sonnenuntergang ist atemberaubend – besonders wenn erste Lichter in Luzern aufzuleuchten beginnen und sich in der spiegelglatten Wasseroberfläche verfächern.

Creux du Van – der Grand Canyon der Schweiz

Im Jurabogen gelegen, bietet das Felsarena-Couloir Creux du Van dramatische Steilwände von bis zu 160 Metern Höhe. Der 360-Grad-Rundumblick ist nichts für Menschen mit Höhenangst – aber ein Must-Have für jede Fotoreportage.

Im Morgennebel wirkt das Tal geheimnisvoll, fast schon surreal. Wildtiere wie Steinböcke oder Gemsen sind mit etwas Geduld erspäht – wer mit einem Teleobjektiv arbeitet, wird sie auch einfangen können. Ein gutes Timing (und warme Kleidung, auch im Sommer) ist hier entscheidend.

Bern – Postkartenästhetik trifft auf UNESCO-Welterbe

Die Altstadt von Bern mit ihren Sandsteinbauten, Lauben und der Zytglogge ist besonders im Morgenlicht oder zur blauen Stunde ein Schmuckstück für Fotografen. Vom Rosengarten aus lässt sich das Stadtpanorama mit der Aareschlaufe fantastisch einfangen – ein Spot, der nicht nur beliebt, sondern auch besonders ergiebig ist.

Wer nach etwas anderem sucht: Die kleine Matte-Plattform am Aareufer bietet eine ungewöhnliche Perspektive auf den Bundesplatz und die elegante Nydeggbrücke – besonders im Winter, wenn Nebel über dem Fluss hängt.

Oeschinensee – türkisblaues Juwel in den Berner Alpen

Der Oeschinensee nahe Kandersteg präsentiert sich besonders eindrucksvoll im Sommer, wenn sich die umliegenden Kalkwände im Wasser spiegeln. Der See ist über eine kurze Wanderung von der Seilbahnstation aus erreichbar und zählt zu den fotogensten alpinen Seen der Region.

Ein besonderes Motiv ergibt sich, wenn du mit dem Ruderboot (vor Ort mietbar) auf den See hinausfährst. So bekommst du eine perspektivische Tiefe, die vom Ufer aus kaum erreichbar ist. Ideal zum Spielen mit Vorder- und Hintergrund.

Appenzellerland – sanfte Hügellandschaften und der Seealpsee

Das Appenzell besticht nicht durch schroffe Gipfel, sondern durch sanfte, harmonisch geschwungene Hügel, die besonders in den frühen Morgenstunden fast mystisch wirken. Die Kulturlandschaften mit ihren einzeln stehenden Bauernhöfen bieten spannende Kontraste und Möglichkeiten für stimmungsvolle Aufnahmen.

Der Seealpsee am Fuße des Säntis ist einer der eindrucksvollsten Fotospots der Region. Wenn sich der See in absoluter Windstille präsentiert, spiegeln sich Bergmassive und Wolken symmetrisch – ein Top-Motiv für Linienliebhaber. Wichtig: Früh dort sein, später kommen die Wanderströme.

Rhonegletscher – die fragile Schönheit des Eises

Kaum ein Ort in der Schweiz zeigt den spürbaren Klimawandel so eindrucksvoll wie der Rhonegletscher im Kanton Wallis. Die Eishöhle, die regelmäßig neu in das Gletschereis geschlagen wird, ermöglicht einzigartige Lichtspiele mit kühlem Blau und Weiß. Die Gletscherzunge selbst ist vom Hotel Belvédère aus bequem erreichbar und ein dramatisches Symbol für die Vergänglichkeit der Natur.

Ideal für Langzeitbelichtungen, Nahaufnahmen von Strukturen im Eis und ungewöhnliche Weitwinkel-Kompositionen. Aber: Der Rückgang ist sichtbar – also plane den Besuch lieber bald ein.

Engadin – Lichtspiele, Lärchenwälder und ein Hauch Wildnis

Das Engadin bietet ambitionierten Fotograf:innen fast alles: hochalpine Seen, weite Täler und pittoreske Dörfer mit Sgraffito-verzierten Häusern. Besonders im Herbst wird das Tal dank der goldgelben Lärchenlandschaften zu einem Kaleidoskop aus Farbe und Schatten.

Der Silsersee, auf rund 1800 Metern gelegen, wirkt in kühlen Morgenstunden oft wie gemalt. Die Reflektion der Berge, das gleitende Licht und das Spiel der Nebelschwaden – mehr braucht es nicht für ein ikonisches Bild.

Nützliche Tipps für die perfekte Aufnahme

Ein paar bewährte Strategien helfen dabei, das Beste aus deinen Fototouren in der Schweiz herauszuholen:

  • Frühmorgens unterwegs sein: Das Licht ist weich, die Orte sind menschenleer und die Farben wirken gesättigter.
  • Wetter nutzen: Nebel, Wolken oder frischer Schnee können langweilige Motive dramatisch verwandeln.
  • Lokale Transportmittel clever kombinieren: Viele Bergbahnen bringen dich schnell zu Aussichtspunkten – ideal für Tagesexkursionen.
  • Packliste non-negotiable: Stativ, ND-Filter, Ersatzakkus, Mikrofaser-Tuch – und bei Bergtouren: ausreichend Wasser und Kleidung im Zwiebelprinzip.

Du merkst es vielleicht schon – die Schweiz ist kein Land für schnell geknipste Bilder vom Wegesrand. Es lohnt sich, Zeit zu investieren, Perspektiven zu suchen und vor allem: präsent zu sein. Denn die Kamera fängt nur ein, was wir mit unseren Sinnen erleben.

Und ganz ehrlich: Gibt es etwas Schöneres, als die Magie eines Ortes nicht nur im Bild festzuhalten, sondern auch in der Erinnerung?