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Trainingslager Laufkader, Cecina/It
Nach einem Abstecher auf die holländische Läuferinsel Texel zog es uns in diesem Jahr wieder in südlichere Gefilde. Nicht weniger als 13 Athleten, vom Mittelstrecken- bis zum Marathonläufer, und ein Trainer, gehörten in diesem Jahr zu unserer Trainingslager Crew und konnten bei sieben Tagen Sonnenschein optimal trainieren. Zum ersten Mal absolvierten wir unser Trainingslager zusammen mit einem anderen Verein. Drei Athleten der LG Benken inkl. Trainer schlossen sich uns in diesem Frühjar an. Ein Experiment, dass sich sehr bewährte und Zukunft haben dürfte. Die Berührungsängste unter den Athleten waren denn auch schnell abgelegt und es wurden einige Freundschaften geschlossen.
Das toskanische Städtchen Cecina Mare, ca. 60 km südlich von Pisa, bot uns hervorragende Trainingsbedingungen. Auf der bis zum 12km langen Runde im nahegelegenen Pinienwald kam man sich zeitweise vor wie im Feld eines grossen Volkslaufes. Ganze Läuferscharen aus allen Herren Länder drehten ihre Runden auf der idyllischen Waldstrecke.
Die Leichtathletikanlage, welche man in 20 Minuten joggend erreicht, hat mit einem modernen Sportplatz nicht mehr viel am Hut. Ein Kartoffelacker mit einer betonartigen Rundbahn, welche früher, so Gerüchten zu folge, aus Tartan bestand, und ein Tribüne, welche schon im Circus Maximus im alten Rom Gebrauch fand sowie uralte und meist defekte Geräte hätten so manchem Sprinter, Werfer oder Mehrkämpfer die Haare zu Berge gestellt. Für uns Läufer war das kein so grosses Problem, da sich unser Training auf der Bahn auf lediglich zwei Einheiten beschränkte. Der Rest fand im Pinienwald und am Strand statt. Einzig die Gebühr von 40 Euro für eine solche alte Anlage ärgerten dann schon.
Die vielen Athleten, unterschiedlicher Alters- und Leistungsklassen, forderten mich in diesem Jahr ganz besonders. So blieb denn auch kaum einmal eine ruhige Minute um die Strand Liegestühle auszuprobieren. Trainiert wurde meistens zweimal täglich. Höhepunkte des Lagers bildeten wie immer die beiden Bahntrainings.
Den freien Nachmittag nutzten wir für einen Abstecher in die toskanische Metropole Florenz.
Michael Christen